14. Aug, 2018

Karate ist wie heißes Wasser!

Die meisten Karate-Schulen schließen über die Sommerferien, denn die Ferien sind dazu da, um zu verreisen und um sich zu erholen. Auch dem Karate-Übenden schadet eine kleine Pause nicht und ist durchaus in Ordnung. Sowohl der Körper, als auch der Geist brauchen immer wieder Phasen der Erholung. Nur so kann das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang aufrechterhalten werden.

 

Jedoch sollte diese Pause nicht zu lange dauern. Denn der berühmte Karate Meister Gichin Funakoshi (1868-1956) sagte bereits:

 

„Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn man es nicht ständig erwärmt“.

 

Ich selbst betreibe Karate seit vielen Jahren und kann dem nur voll beipflichten. In diesen vergangenen Jahren, habe ich die meiste Zeit trainiert, aber auch mit verschiedensten Trainingspausen experimentiert. Die Erkenntnis die ich daraus gewonnen habe ist, dass eine Trainingsunterbrechung für mich persönlich nicht länger als 1-2 Wochen dauern darf, denn ich bemerke an mir selbst, dass bereits nach 1 Woche des Nichtstuns, das Gefühl für meine Technik merklich nachlässt, das Wasser sozusagen abzukühlen beginnt.

Das wichtigste beim Karate ist also regelmäßig zu trainieren, und selbst in den Ferien, wenn es vielleicht kein offizielles Training im Dojo gibt, sollte man zumindest alle 1-2 Wochen ein leichtes Training absolvieren, damit das Wasser nicht ganz abkühlt, sondern zumindest lauwarm bleibt.

Kaltes Wasser zu erwärmen kostet viel mehr Energie, als warmes Wasser zum Kochen zu bringen.